27
Jun
2009

Prominews Teil 2

Prominews Teil 2
     
JACKSON UND DIE FRAUEN
“Ich dachte, ich könnte ihn retten”
Alleinerziehender Vater, zwei gescheiterte Ehen - Michael Jacksons Liebesleben war Anlass für wilde Spekulationen. War die Ehe mit Lisa Marie Presley bloße Inszenierung, und war er der leibliche Vater seiner Kinder? Nicht zuletzt die Beteiligten selbst befeuerten die Debatten.

Hamburg - Viel wurde gerätselt über das Verhältnis Michael Jacksons zu den Frauen - vieles blieb bis zu seinem Tod unklar.

1994 heiratete der “King of Pop” die Tochter des “King of Rock”, Lisa Marie Presley. Die Ehe wurde wenig später, im November 1996, wieder geschieden, die Spekulationen sind bis heute geblieben. War die Hochzeit des Jahres nur ein PR-Coup? Eine Inszenierung für die Medien?

In einem Interview mit dem “Rolling Stone” sagte Presley 2003 rückblickend: “Ich war absolut verliebt in ihn.” Dann sei sie “Teil einer PR-Maschinerie geworden”. Schon der erste öffentliche Kuss sei ein Reklamegag gewesen - ersonnen von Jacksons Manager.

“Ich hatte die Vorstellung, ich könnte ihn retten”

Ersten Kontakt hatten die beiden als Teenager. Das erste Treffen war laut Presley aber alles andere als romantisch. Presley erreichte damals eine Nachricht über ihren Anwalt: “Er will dich treffen. Er findet dich sehr hübsch”, habe Jackson ausrichten lassen. Zu diesem Zeitpunkt sei sie aber nicht an ihm interessiert gewesen.

Ein paar Jahre später wurde sie Jackson im Haus eines Freundes vorgestellt. “Er war nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.” Denn: Jackson sei eigentlich “ganz normal” gewesen.

Zu den damaligen Berichten, Jackson schlafe in einer Überdruckkammer und sei besessen von seinem Schimpansen “Bubbles”, sagte sie: “Es machte ihn geheimnisvoll. Ich glaube, er fand das cool.” Sie habe ihn für das Gegenteil dessen gehalten, was er nach außen zu sein schien. Da sei in ihr ein Beschützerinstinkt erwacht. “Ich hatte die romantische Vorstellung in meinem Kopf, ich könnte ihn retten, und wir könnten dann zusammen die Welt retten.”

Die Hochzeit folgte im Mai 1994. “Naiv wie nur was”, sei sie damals gewesen, sagte Presley rückblickend.

Ihre Ehe sei - entgegen den Gerüchten - zunächst nach den gängigen Vorstellungen verlaufen. “Küssen, zusammen ins Bett gehen, Sex haben - für eine Weile jedenfalls”, sagte Presley dem “Rolling Stone”. Das habe sich aber geändert. “Ich bekam Angst vor ihm, er war dauernd in Bewegung, berechnend, manipulativ.”
Auf die Frage, ob Jackson sie geliebt habe, antwortete Presley 2003: “Ich weiß gar nicht, wie weit er wirklich Liebe empfinden kann.”

Jacksons Kinder gehen vorerst zur Großmutter

Jackson liebte Kinder, so viel war immer klar. Er umgab sich gern mit ihnen, was ihm Missbrauchsvorwürfe einbrachte. Im Prozess wurde er jedoch in allen Anklagepunkten freigesprochen.

Jackson hinterlässt Sohn Prince Michael I., 12, Tochter Paris Michael Katherine, 11, sowie Prince Michael II., genannt Blanket, 7. Sie sollen nach dem Tod ihres Vaters nun zunächst bei ihrer Großmutter, der Mutter des “King of Pop” bleiben. Das teilte Brian Oxman, langjähriger Anwalt der Jackson-Familie laut der US-Zeitschrift “People” mit: “Mrs. Jackson liebt die Kinder und sie wird sich nun um sie kümmern.”

Wurde Rowe für ihre “Mutterdienste” bezahlt?

Kurz nach dem Ende seiner ersten Ehe verkündete Jackson 1996 “überglücklich”, dass er Vater werde. Er heiratete die blonde Arzthelferin Debbie Rowe, im Februar 1997 kam Prince Michael I. zur Welt. Angeblich hatte Rowe Jackson gedroht, er werde seinen Sohn nicht sehen, wenn er sie nicht heirate.

Ein Jahr später folgte Kind Nummer zwei: Tochter Paris, die so heißt, weil sie nach Angaben der Mutter in der französischen Metropole gezeugt wurde.

Jackson hatte Rowe in der Praxis seines Hautarztes kennen gelernt. Hartnäckig hielten sich lange Zeit Spekulationen, der Star habe sie für ihre “Mutterdienste” bezahlt und sie würde die Kinder an den Vater abtreten. Beide bestritten dies vehement.

Im Herbst 1999 ließ sich das Paar scheiden, Rowe bekam mehrere Millionen Dollar zugesprochen. Jackson hatte sich bereit erklärt, seiner Ex-Frau für die ersten drei Jahre je eine Million Dollar an Unterhalt zu zahlen und für die folgenden sechs Jahre je 750.000 Dollar. Zudem erhielt Rowe ein Haus in Beverly Hills und ein großes Auto. Im Gegenzug verzichtete sie auf das Sorgerecht und willigte ein, ihre Kinder nur alle 45 Tage zu sehen.

Als der Popstar jedoch zwei Jahre später des Kindesmissbrauchs beschuldigt wurde, forderte sie das Sorgerecht zurück - und verklagte ihren Ex-Mann. Er habe es versäumt, finanzielle Zusagen einzuhalten. Sie verlangte von Jackson die sofortige Zahlung von 195.000 Dollar für Anwaltskosten sowie 50.000 Dollar zum Lebensunterhalt. Mit dem Geld wollte sie sich nach eigener Aussage in die Lage versetzen, den Prozess um das Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Kinder weiter zu führen.

Rowe äußerte einmal in einem Interview, sie sei besorgt darüber, wie Jackson mit den Kindern umgehe, er betrachte sie als “sein Eigentum”. Immer wieder gab es Gerüchte, Jackson sei nicht der leibliche Vater der Kinder. Vielmehr sei ein Samenspender der Erzeuger von Prince Michael I. und Paris Michael - doch Fakten gab es nicht.

2002 kam Prince Michael II. zur Welt - wer die Mutter des Kindes ist, gab der “King of Pop” nicht bekannt. Auch für sein drittes Kind hatte er zuletzt das alleinige Sorgerecht.

han

Justin Timberlake über den Tod von Michael Jackson

Ähnlich wie viele anderen Promis hat sich auch Justin Timberlake über den plötzlichen Herztod von Michael Jackson geäußert. Übersetzung unten.

I can’t find the words right now to express how deeply sadden [sic] I am by Michael’s passing. We have lost a genius and a true ambassador of not only Pop music, but of all music. He has been an inspiration to multiple generations and I will always cherish the moments I shared with him on stage and all of the things I learned about music from him and the time we spent together. My heart goes out to his family and loved ones.

Ich kann gerade nicht die richtigen Worte finden um auszudrücken wie sehr ich über das plötzliche Ableben von Michael bedrückt bin. Wir haben einen genialen und wahren Vertreter nicht nur der Popmusik sondern der ganzen Musik verloren. Er war eine Inspiration für mehrere Generationen und ich werde jeden Moment den ich mit ihm verbrachte und jede Sekunde die ich mit ihm auf der Bühne verbrachte und alles was ich von ihm gelernt habe wertschätzen. Mein Herz ist bei seiner Familie und seinen Angehörigen.

Reaktionen auf Jacksons Tod
“Die Welt hat einen der Größten verloren”
Familie, Fans und prominente Kollegen versuchen, ihrer Trauer über den Tod von Michael Jackson Ausdruck zu verleihen. Madonna glaubt, seine Musik sei unsterblich
 
Auch die Popwelt reagiert mit Bestürzung und Trauer auf den plötzlichen Tod von Michael Jackson. Zahlreiche Stars wie Madonna, Quincy Jones oder Justin Timberlake äußerten sich betroffen, kurz nachdem der “King of Pop” gestorben war.

“Ich bin absolut geschockt von dieser tragischen und unerwarteten Nachricht”, sagte der Musikproduzent Quincy Jones sagte. “Dass Michael uns so plötzlich und in einem so jungen Alter weggenommen wurde, da fehlen mir die Worte.” Jones produzierte Ende der Siebziger Michael Jacksons erfolgreichste Alben wie Off the Wall, Thriller, Bad. Das Album Thriller ist mit über 100 Millionen verkauften Platten das meistverkaufte Album aller Zeiten.
 
Sängerin Madonna sagte, sie könne “nicht aufhören über diese traurige Nachricht zu weinen”. Sie habe Michael Jackson immer bewundert. “Die Welt hat einen der Größten verloren, aber seine Musik wird für immer weiterleben.”

Lisa Marie Presley, die Mitte der 1990er Jahre kurz mit Jackson verheiratet war, sprach von einem “massiven Verlust”. Sie denke vor allem an Jacksons Kinder, “die ihm alles bedeuteten”. Hollywoodstar Elizabeth Taylor, Jacksons langjährige enge Freundin, war nach Angaben ihres Sprecher “zu sehr am Boden zerstört”, um den Verlust in Worte zu fassen.

Justin Timberlake schrieb auf seiner Internetseite: “Ich kann noch nicht die richtigen Worte finden, um meine tiefe Trauer über Michaels Ableben auszudrücken.” Die Welt habe ein Genie und einen wahren Botschafter nicht nur für Popmusik, sondern jede Art von Musik verloren.” Jackson sei “eine Inspiration für mehrere Generationen”. Er werde für immer die Momente schätzen, die er mit ihm auf der Bühne verbracht habe –  “und all die Dinge, die ich durch ihn über Musik gelernt habe”.

“Ich hatte mich so auf seine Show in London gefreut”, sagte Popstar Britney Spears laut Usmagazine.com. “Wir wären zur gleichen Zeit in Europa auf Tour gewesen”. So habe einfliegen wollen, um ihn zu sehen. “Mein ganzes Leben lang war er eine Inspiration für mich und ich bin am Boden zerstört, dass er nicht mehr da ist”.

Mit ihrer Trauer stehen die Prominenten nicht allein. Weltweit kamen Fans zusammen, um sich gegenseitig zu trösten und um ihrem Idol noch einmal nahe zu sein: bei seinem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood, vor seiner Villa in Los Angeles, vor dem Krankenhaus, das er nicht mehr lebend verließ. Viele  Tränen und fassungslose Gesichter waren zu sehen und Gesänge zu hören. Die Fans trösten sich mit den großen Hits wie Bill Jean oder Beat it, sie tragen weiße Handschuhe und Hüte wie er.

Der Anwalt der Familie, Brian Oxman, schloss eine versehentlich eingenommene tödliche Dosis verschreibungspflichtiger Medikamente nicht aus. Eine Autopsie soll in den nächsten Tagen Aufschluss bringen. Der Sänger habe zuletzt Arzneien wegen früherer Verletzungen, darunter ein Rücken- und ein Beinbruch, eingenommen, während er seine geplante Konzertreihe vorbereitete, sagte Oxman.

Frank DiLeo, Jacksons Manager und langjähriger Freund, beschrieb den Popstar als “das größte Talent, mit dem ich je gearbeitet habe”. Nach seinen letzten Proben für die bevorstehende Tournee “This is it” am Mittwochabend habe Jackson sehr zuversichtlich gewirkt. “Er sagte mir, wie glücklich er sei und dass die Dinge sich endlich so entwickelten, wie er es sich wünschte”, sagte DiLeo der Times.

Mitte Mai war der mit Spannung erwartete Auftakt von Jacksons geplanter Comeback-Tour in London vom 8. Juli auf den 13. Juli verschoben worden. Drei weitere der insgesamt 50 geplanten Shows sollten erst im März 2010 nachgeholt werden. Die Terminverschiebung habe organisatorische Gründe, hieß es damals. Tragisch stimmt ein Zitat des Sängers vom März, als er die Comeback-Konzerte ankündigte: “Das werden meine letzten Shows sein. Das wird es sein. Wenn ich sage, das ist es, dann meine ich wirklich, das ist es.”

Michael Jackson verkaufte schätzungsweise 750 Millionen Platten, erhielt 13 Grammys und schloss mit 890 Millionen US-Dollar den höchstdotierten Plattenvertrag aller Zeiten ab. Michael Jackson wurde 50 Jahre alt.
 
Am Donnerstag um 14.26 Uhr Ortszeit (23.26 Uhr MESZ) hatten die Ärzte des UCLA Medical Center in Los Angeles Michael Jackson für tot erklärt. Als er eingeliefert wurde, atmete er schon nicht mehr und auch die Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Ursache für seinen Herzstillstand ist noch nicht bekannt.

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