24
Apr
2009

Schwerer Spuk im Museum

Schwerer Spuk im Museum
  
Lake City/ USA - Schon seit vielen Jahren soll es im historischen Lake City Columbia County Museum im US-Bundesstaat Florida nicht mit rechten Dingen zugehen. Erst vor einer Woche ereigneten sich die letzten Spukphänomene in einer ganzen Reihe von Ereignissen.

Wie die Lokalzeitung “Lake City Reporter” berichtet, fanden Mitarbeiter des Museums kurz vor der Eröffnung eines Rundgangs zahlreiche zuvor geschlossenen Vorhänge durcheinandergebracht und geöffnet vor, ohne dass für diesen Zustand ein Schuldiger gefunden werden konnten.

Doch durcheinandergebrachte Vorhänge zählen lediglich zu den harmloseren unerklärlichen Vorgängen im Museum, erinnert sich die Museums-Präsidentin Pat McAlhany gegenüber der Zeitung. Der Geist, der von den Mitarbeitern schon auf den Namen “Cora” getauft wurde, wird auch für sich bewegende Teller, sich schließende und öffnende Türen und sogar für das bislang unerklärte Verschieben schwerer Bücherschränke verantwortlich gemacht.

Der Großteil des heutigen Museumsgebäudes stammt aus dem Jahre 1870 und wurde kurz nach seiner Erbauung von einer jungen Frau namens Cora Vinzant und ihrer Familie bewohnt. “In der Nacht vor Coras Abschlussfeier verstarb sie am 26. Mai 1892 an einem schweren Anfall von Gelbfiber”, weiß McAlhany zu berichten. Eine handschriftliche Aufzeichnung über dieses tragische Ereignis findet sich heute noch in einem historischen Notizbuch der Familie im Besitz des Museums.

Seither komme es in den Nächten von 26. auf den 27. März immer wieder vor, dass die eigentlichen geschlossenen Vorhänge - von wem oder was auch - immer geöffnet oder durcheinandergebracht werden.

Vor einem Jahr, am Abend vor dem Rundgang (Quilt Walk) 2008, hatten vier Mitarbeiter das Gebäude gegen 21 Uhr verlassen und kamen am darauf folgenden Morgen gegen acht Uhr in das Museum zurück. Innerhalb dieser elf Stunden hatte sich ein Bücherschrank mit rund 300 Büchern nicht nur von seinem Platz, sondern in einen gänzlich anderen Raum bewegt, in dessen Mitte er nun in einem Winkel von 45 Grad stand. Karen Cross, eine Zeugin des Vorfalls erinnert sich: “Das Merkwürdige war auch, dass es auf dem Holzboden keinerlei Spuren oder Kratzer gab, wie sie eigentlich beim Verrücken des Schranks zu erwarten gewesen wären. Diese entstanden erst, als zwei von uns den Schrank wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück schoben.”

Vor einigen Wochen fiel eine Bibel in Anwesenheit von Besuchern ohne ersichtlichen Grund aus eben diesem Schrank. Museumsmitarbeiter Jerry Hortan erinnert sich genau: “Die Bibel begann sich sachte zu bewegen und fiel dann mit dem Deckel nach unten auf den Boden. Es war die Bibel von May Vinzant, die hier [im Ort] von 1881 bis 1981 gelebt hatte und im Alter von 102 oder 103 Jahren verstorben war. Die Bibel fiel, obwohl sie eigentlich sehr sicher und fest in einem Ständer aufbewahrt worden war.”

Eine sensitive Besucherin will Cora einmal sogar “gesehen” haben und beschrieb sie als junge Frau in einem blauen Gewand, wie sie neben der Eingangstür des Museums sitze.

McAlhany selbst gruselt sich vor Cora nicht - im Gegenteil: “Wir haben immer nur freudige Erlebnisse mit Cora gehabt. Ich habe im Museum selbst immer nur positive Gefühle. (…) Cora war eine junge Frau als sie starb und das ist sie auch heute noch ist. Sie spielt uns einfach nur Streiche.”

Auch komme es immer wieder vor, dass das eigentlich allabendlich gelöschte Licht im einstigen Zimmer von Cora erneut aufleuchtet, nachdem auch der letzte Mitarbeiter das Haus verlassen hat. So weiß es zumindest die Museumsleiterin zu berichten

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